Kölblin Immobilien - Das Bestellerprinzip

Das Bestellerprinzip

Das Bestellerprinzip
Im Rahmen des Mietrechtsnovellierungsgesetzes (MietNovG), das im Juni 2015 in Kraft trat, wurde unter anderem das so genannte „Bestellerprinzip“ beschlossen.

Künftig soll somit derjenige die Provision des Maklers zahlen, der diesen auch beauftragt hat. Was sich zunächst logisch und richtig anhört, hat jedoch auch unerwünschte Folgen und ist eben nicht immer zum Besten der Wohnungssuchenden, so wie es sein sollte.

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) zeigte in einer Umfrage unter 6.000 IVD-Mitgliedern, 1 Jahr nach Einführung des Gesetzes zum „Bestellerprinzip“, dass das Angebot an Mietwohnungen merklich zurück gegangen ist. Laut der Schätzung von Immobilienmaklern, Sachverständigen und Verwaltern ist das Angebot an Mietwohnungsangeboten in den Internetportalen um ca. 40 % rückläufig. Die Umfrage zeigt ebenso, dass nach dem Beschluss des Gesetzes die Anzahl an Kauf- und Mietobjekten die durch Unternehmen vermittelt wurden, nicht mehr im Verhältnis 50:50 sondern mittlerweile im Verhältnis 70:30, zu Gunsten der Kaufobjekte, liegt.

Das Angebot an Mietobjekten in Internetportalen ist damit geringer als vor Einführung des „Bestellerprinzips“. Doch selbst dann, wenn der Wohnungssuchende einen Immobilienmakler beauftragen möchte, ist es nicht einfach für den Makler zum Besten für seinen Kunden tätig zu werden: „Der Wohnungsvermittler hat nur dann einen Anspruch auf eine Provision vom Wohnungssuchenden, wenn er ausschließlich wegen des mit ihm abgeschlossenen Vermittlungsvertrags vom Vermieter den Auftrag einholt, die Wohnung anzubieten. Die Wohnung darf damit nicht schon im Portfolio des Maklers vorhanden sein. Ein ehrliches ‚Bestellerprinzip‘ sollte es Wohnungssuchenden und Immobilienbesitzern gleichermaßen ermöglichen, einen Makler provisionspflichtig zu beauftragen“ (IVD-Präsident Jürgen Michael Schick).

(Quelle: http://ivd.net/bilanz-ein-jahr-bestellerprinzip/ ; Zusammengefasst von Julia Maes)