Kölblin Immobilien - Die Widerrufsbelehrung

Die Widerrufsbelehrung

Die Widerrufsbelehrung
Das Widerrufsrecht betrifft alle Branchen, die mit Verbrauchern Verträge schließen. Dies gilt nun auch für Verträge, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden.

Maßgeblich ist die Verbrauchereigenschaft des Maklerkunden. Dies kann auch der Eigentümer sein, wenn der Vertrag im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wird. Kommt der Eigentümer zum Makler ins Büro, muss nicht belehrt werden. Dies gilt für Interessenten gleichermaßen.

Um das in der Verbraucherrechterichtlinie verankerte Recht auf Widerruf umzusetzen, wurde im Juni 2014 das Gesetz beschlossen. Immobilienmakler sind damit verpflichtet vor Abschluss eines Maklervertrages ihrer Informationspflicht nachzukommen. Das heißt, bereits mit der individuellen Bewerbung der Immobilie im Exposé. Die Widerrufsbelehrung ist ein zentraler Bestandteil und muss dem Kunden z.B. per Mail zur Verfügung gestellt werden. Der Erhalt der Widerrufsbelehrung muss bestätigt werden, ebenso muss zugestimmt werden, dass der Makler vor Ablauf der 14 tägigen Widerrufsfrist für den Kunden tätig werden soll. Tut er dies nicht und widerruft der Auftraggeber den Maklervertrag innerhalb der 14-tägigen Frist, ist er an diesen nicht mehr gebunden. Der Makler läuft so in Gefahr, dass er keine Provision vom Auftraggeber bekommt, wenn er vor Ablauf der Widerrufsfrist tätig wird. Erklärt der Auftraggeber ausdrücklich, dass der Makler während der Widerrufsfrist mit seiner Tätigkeit beginnen soll, kommt im Fall des Widerrufs ein Anspruch auf Wertersatz in Betracht. Stimmt der Kunde zudem zu, dass vorzeitig begonnen werden soll und wird die Leistung dann vollständig erbracht, erlischt das Widerrufsrecht vorzeitig. Weitere Voraussetzung ist, dass der Makler seinen Kunden über diese Rechtsfolge ausdrücklich informiert hat.

Der Verbraucher sollte deshalb darüber informiert werden, dass der Makler nur seiner gesetzlichen Pflicht nachkommt und eine Provision nur erhoben wird, wenn es wie bisher zum Abschluss eines Hauptvertrages kommt. Kommt es nicht zum Miet- oder Kaufvertrag, muss der Kunde auch keine Provision zahlen.

(Quelle: IVD: http://www.ivd.net/_intern/custom/download/2014_06_06_Merkblatt_Widerruf_Versand%20email.pdf; zusammengefasst von Julia Maes)